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    Urlaubserinnerungen – Pastéis de Nata | Portugisische Puddingtörtchen

    Ende Mai diesen Jahres ging es mit der Familie für ein paar Tage zum ersten Mal nach Portugal. Die Reise führte mit dem Mietwagen von Faro über Lagos nach Lissabon. Auf Instagram habe ich euch mehr oder weniger aktuell mitgenommen. Die Reiseposts geraten bei mir leider immer sehr in Verzug. Rezepte tippen sich einfach schneller runter. Ich sollte mehr reisen, damit ich auch bei diesem Thema geübter werde! Immerhin habe ich es schon geschafft euch von der schönsten Bar in Lagos zu erzählen. Zwar ganze fünf Monate später, aber hey, das Ergebnis zählt oder?

    Ganz oben auf der Probierliste standen ganz klar die kleinen Puddingtörtchen, das Pastel de Nata. Das erste Törtchen holten wir uns in einem ganz normalen Supermarkt in Lagos. Die Erwartungen waren niedrig, doch dieses Gebäckstück überzeugte bereits!  Weiter in Lissabon wurden die nächsten Teilchen probiert, sowohl die klassische Variante als auch eine mit Guss. Letztere fiel aber durch, viel viel zu süß und was das Rote oben drauf auch immer war, es muss nicht sein.

     

    Laut Google und Reiseführer gibt es die besten Törtchen in Belem und zwar in der Confeitaria Pastéis de Belém. Das Café mit seinem berühmten Gebäck befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Igreja Santa Maria de Belém, einer sehr hübsch anzuschauenden Kirche. Was beide gemeinsam haben, die lange Schlange vor dem Eingang! Da wir uns bereits auf dem Rückweg befanden und keine Lust auf endloses Anstehen hatten, schossen wir  nur ein paar Erinnerungsfotos vor der Kirche und zogen wieder los gen Faro. Sooo viel besser als die anderen Törtchen können sie bestimmt nicht sein. Ein wenig schade war es schon, zumal das Ziel zum Greifen nah war. Beim nächsten Lissabonbesuch wird das Anstellen dann vorher eingeplant!

    Pastéis de Nata
    Portionen 12
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    Zutaten
    1. Butter
    2. 5 Eigelb
    3. 80 g Zucker
    4. 1 Prise Salz
    5. 250 ml Sahne
    6. 1 EL Mehl
    7. 1 Rolle Blätterteig
    8. Zimt
    Zubereitung
    1. Den Backofen auf 250°C vorheizen.
    2. Die Mulden des Muffinblechs mit der Butter leicht einfetten.
    3. Eigelb, Zucker, Salz und Sahne in einem Topf verrühren. Zum Schluss das Mehl einrühren.
    4. Die Mischung langsam unter gelegentlichem Rühren erhitzen und kurz aufkochen lassen, bis sie eingedickt ist. Die Masse abkühlen lassen.
    5. Währenddessen den Blätterteig ausrollen, 12 Kreise ausstechen*, die Mulden des Muffinblechs damit belegen.
    6. Die Puddingmasse auf den Teig geben und 12 - 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen.
    7. Die Törtchen gut abkühlen lassen und nach Geschmack mit etwas Zimt bestreuen.
    Anmerkungen
    1. Ich habe dafür einen Servierring mit 8 cm Durchmesser genommen. Ihr könnt auch beispielsweise ein Glas verwenden.
    2. (Damit die Oberfläche der Törtchen die typischen braunen Stellen erhalten, habe ich das Muffinblech noch 1 Minute unter den Backofengrill gestellt.)
    SHELIKES http://shelikes.de/

    Die Originaltörtchen im fernen Belém werden bei 400°C gebacken. Mein heimischer Ofen kann leider nicht ganz mithalten. Wenn ihr euren Ofen gut vorheizt, was bei diesem Rezept essentiell ist, dann reichen auch schon 250°C. Durch die relativ kurze Backzeit wird der Blätterteig schön knusprig und die Oberfläche der Törtchen fängt leicht an zu karamellisieren. Falls das mit dem Karamellisieren nicht ganz klappt, einfach so wie ich mit dem Grillfunktion des Ofens nachhelfen! Bei diesem Gebäck empfehle ich die Muffinpapierförmchen erst nach dem Backen zu verwenden. Durch den direkten Kontakt mit dem Blech erhalten die  Teilchen mehr oder weniger ihre typische Form.

    Jetzt sind noch fünf Eiweiß über, richtig? Wie wäre es mit einem schnellen Eiweißomlett? Da freut sich nicht nur der Kraftsportler! Für das Omlett verquirlt ihr das Eiweiß mit einem Schuss Sprudelwasser. Erhitzt etwas Öl in der Pfanne und backt es langsam bei geschlossenem Deckel aus. Vorher noch mit Salz und Pfeffer würzen und nach Belieben garnieren: ich hatte noch Frühlingszwiebeln und Ziegencamembert da. Weitere Toppingideen wären: Pilze, Speck, Raspelkäse oder Tomaten. 

    Was war euer letztes kulinarisches Reisehighlight?

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    Meine Top 5 Produkte aus dem EAT BERLIN Store

    Über kleine Geschenke und Souvenirs dürften sich die meisten von uns freuen. Bei Städtetrips  kaufe ich ganz gerne Schlüsselanhänger. Sie haben einen gewissen praktischen Nutzen und man kann sie eigentlich immer gebrauchen. Auch toll sind kulinarische Mitbringsel. Sie stehen später nirgendswo herum und müssen ein Dasein als Staubfänger fristen.

    Jede Stadt und Region hat ihre Spezialitäten, so kann man den Urlaubsflair Zuhause sogar noch etwas verlängern, wenn man für sich selbst ebenfalls etwas mitgebracht hat. Dennoch muss man ehrlicherweise sagen, dass es am Urlaubsort doch immer am besten schmeckt, geht mir zumindest so. Euch auch?

    Bei meinem letzten Berlintrip Mitte Oktober war ich unteranderem in den Hackeschen Höfen. Ein hübscher Ort, bestehend aus insgesamt sieben Höfen, die Wohnungen, Büros und schnuckelige Geschäfte beherbergen. 

    Mein Ziel war ein ganz bestimmtes Lädchen im Hof Nummer 7. Dort findet man den EAT BERLIN STORE, den ersten und bislang einzigen Laden der Berliner Manufaktur „Haus der feinen Kost“.  Von den köstlichen Berliner Blattgold Dressings habe ich euch in DIESEM Post bereits erzählt. Im Shop findet man neben den Dressings auch die aller leckerste Berliner Senfsoße und vieles mehr (Snacks, Tee, Aufstriche, Alkoholisches…). Das Sortiment besteht kurz gesagt aus feinen Produkten „Made in Berlin“. 

    Heute zeige ich euch meine Top 5 Produkte (die Reihenfolge ist lediglich der Bildkomposition geschuldet):

    1. Currywurst-Maker

    Wenn ich in kulinarischer Richtung an Berlin denke, dann darf die Currywurst nicht fehlen – auch  gerne mit Darm! Mit dem Currywurst-Maker kann man sich den beliebten Snack ganz bequem nach Hause holen. Das Pulver wird mit Ketschup angerührt und fertig ist die homemade Currywurst. Für die Optik noch etwas mit Pulver garnieren. Top! Mein Tipp: für etwas mehr Würze gebe ich noch etwas Chilipulver dazu.

    2. Blattgold Dressing – Vanille Balsamico

    Das Dressing ist der absolute Wahnsinn. Deshalb ist das Fläschchen auf dem Bild auch schon leer. Die Salatsoße überlebt bei mir nie lange. Vanille zu Salat klingt seltsam? Fand ich anfangs auch, doch es ist einfach nur gut – auch außerhalb der (Vor-)weihnachtszeit.

    3. Berliner Senfsoße

    Müsste ich heute eine Goldmedaille vergeben, wüsste ich nicht, wer den Zuschlag bekommen würde. Das Vanilledressing oder die Senfsoße. Die Soße schmeckt übrigens nicht nur mir, die Kollegen waren bei der letzten Bratwurstrunde auch begeistert!

    4. Kaiser Honig – Pistazien

    Für mich eine Neuentdeckung aus dem Shopsortiment! Momentan bin ich auf einem kleinen Pistazientrip und dieser Aufstrich passte genau ins Schleckerschema. Die anderen Sorten solltet ihr euch ebenfalls anschauen: Karamell mit Fleur de Sel (fast noch leckerer als Pistazie!), Cocos Schoki, Erdbeerbalsamico oder passend zu Weihnachten: Zimt Eine Übersicht über alle Sorten findet ihr HIER.

    5. Berliner Currysoße

    Die Aufzählung fing mit Currywurst an und hört auch mit ihr wieder auf. Wer keine Lust oder Zeit hat sie dich Currysoße selber anzurühren, hier ist die verzehrfertige Variante. Schmeckt nicht nur zu Currywurst, sondern auch als Flammkuchenbelag, Rezept dazu folgt in Kürze!

    Wer in nächster Zeit nicht in Berlin sein sollte, muss an dieser Stelle nicht verzagen. Die Produkte können auch online erworben werden. Die Artikel habe ich alle verlinkt. Auf diese Art kann man sich eine Stadt und ihren Charme auch nach Hause holen. Als Online-Special gibt es auch ein Komplettpaket aus dem Haus der Feinen Kost.

    Die ganzen Köstlichkeiten sind nicht nur prima Souvenirs, sondern eignen sich auch als kleine Geschenke (z.B. zu Weihnachten) oder Aufmerksamkeiten zwischendurch. Gibt es jemanden, der sich nicht über „essbare“ Präsente freut?

    EAT BERLIN

    Hackesche Höfe, Hof 7
    Rosenthaler Str. 40
    10178 Berlin
    Deutschland

    ÖFFNUNGSZEITEN
    Mo-Sa   11:30-19:30

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    Travel

    [Travel Diary] Die schönste Bar in Lagos | The Garden

    Der letzte Travel-Post liegt schon eine ganze Weile zurück und bevor es mit den Kürbisrezepten weitergeht, möchte ich euch eine ganz entzückende Bar in Lagos vorstellen. Ende Mai ging es mit der Familie nämlich nach Portugal, zu einer kleinen Rundreise an die Algarve und nach Lissabon. Auf Instagram hatte ich schon einige Impressionen geteilt. Hier auf dem Blog sollen nun nach und nach ein paar weitere Beiträge folgen.

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    Bevor es von Faro nach Lissabon ging, machten wir auch in Lagos Halt. Am ersten Abend kehrten wir in eine Lokalität an der Promenade ein. Obwohl eine gewisse Anzahl an anderen Gästen ebenfalls das Lokal besuchte (was normalerweise ein gutes Zeichen ist), waren die Speisen eher ein Reinfall. Ameisen in der Salatbeilage sind wirklich ein No-Go und der Rest hat auch nicht wirklich geschmeckt. Die Krabbeltiere hätten dem Wirt vor dem Servieren auffallen müssen!? Nun denn, der zweite Abend wird sicher besser.

    Ganz in der Nähe unserer Airbnb Unterkunft, die sich etwas abseits vom Zentrum befand, gab es diese hübsch bemalte Wand. Beim Vorbeispazieren konnte man einen Blick hinter die Mauer erhaschen. Es war eine Art Hinterhof- / Garten-Lokal. Dies machte uns neugierig, der Blick auf die Speisekarte versprach einiges und die Google-Recherche war ebenfalls positiv. In den Rezensionen wurde empfohlen unbedingt einen Tisch zu reservieren und da wir gerade eh vor dem Eingang standen, befolgten wir diesen Rat.

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    Diese Art von Lokalität war genau nach unserem Geschmack, man saß Draußen im Grünen. Überall waren Pflanzen, die Tische und Sitzgelegenheiten waren bunt zusammengewürfelt und es gibt einen Hof-Kater namens Burney! Ein rundum toller Ort! 

    Die Preise der Speisen sind moderat, die Auswahl ist übersichtlich. Es gibt Speisen aus dem Meer und vom Land (ein Glück… ich mag ja keinen Fisch…). Wir entschieden uns für die vorgeschlagenen Menüs mit Fisch und Fleisch. Geschmacklich war alles hervorragend! Die Portionsgröße ausreichend. Zum Nachtisch haben meine Schwester und ich uns noch den angepriesenen Apple Crumble und einen Honig Crêpe mit Schlagsahne geteilt.

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    Der Tipp mit der Reservierung war wirklich goldwert, denn nicht ein Platz war mehr frei und beim Verlassen des Lokals standen die Leute draußen Schlange. An diesem Abend war es leider etwas kühl, ansonsten hätten wir sicher noch etwas mehr Zeit dort verbracht.

    Wer solche Locations ebenfalls liebt, dem kann ich The Garden wirklich nur empfehlen! 

    the Garden – Bar and Grill

    Rua Lançarote de Freitas 27, Lagos (Portugal)

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    [TRAVEL DIARY] Übernachten in der Villa Emma und Kulinarisches in Gent

    Das Auto voll bis oben hin bepackt (was bei einem MINI nicht gerade schwer ist) ging es bei bestem Wetter von Köln aus Richtung Belgien. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke an meine Schwester für die Schlafmöglichkeit und leckere Bewirtung beim Zwischenstopp. Unser Ziel war es zeitig aufzubrechen, um in Gent schön zu frühstücken. Es wurde fix nach passenden Lokalitäten gegoogelt und los ging die Fahrt. Leider verzögerte sich die Ankunft durch den einen oder anderen Stau und es wurde kurzerhand umdisponiert, es sollte direkt zu unserer Unterkunft gehen. Bei herrlichem Sonnenschein wurden wir in der Villa Emma sehr freundlich begrüßt. Für die Gäste des Hauses stehen zwei Zimmer zur Verfügung, einmal ACACIA und einmal TILIA. In letzteres haben wir uns einquartiert.

    Das Zimmer ist modern und mit viel Geschmack eingerichtet. Zur Begrüßung lag für jeden Gast ein kleines Präsent bereit, neben einer Kaffeedisc und Tee, die man im Minibar-Bereich zubereiten konnte, gab es zur Einstimmung auch ein Cuberdon, eine typische Genter Spezialität, über die ich später mehr erzähle. Neben dem sehr bequemen Bett gab es auch ein Traum von Bad! Schaut euch bitte einmal die Wandfarbe an. Okay, dieses intensive Pink ist sicher nicht jedermanns Sache, aber mir gefiel es sehr gut. Diese Farbe für ein Badezimmer zu verwenden, auf diese Idee wäre ich nie gekommen.   

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    Nachdem das Gepäck ausgeladen wurde, ließen wir uns von unserem Gastgeber noch einige Tipps für die Stadt geben und düsten per Leihrad in die Stadt. Die Villa liegt etwas außerhalb des Zentrums, doch war man in weniger als 10 Minuten schon mitten auf dem Marktplatz. Die Stadt mit dem Rad zu erkunden, kann ich nur jedem empfehlen. Falls eure Unterkunft selbst keine Räder zum Verleih anbietet, könnt ihr mal auf DIESER Seite nachschauen. Was wir in der Stadt alles gesehen und besichtigt haben, erzähle ich euch in einem separaten Post. Heute soll es erstmal um das Kulinarische gehen.

    Womit wir schon beim Frühstück in der Villa Emma wären. Das Wetter am nächsten Tag war leider nicht mehr so toll, doch erhellte der liebevoll gedeckte Frühstückstisch direkt den Morgen. Es gab frisch gepressten Orangensaft, Melone mit Schinken und dazu Portwein zum dippen (oh YUM, war das lecker!), natürlich durften Croissants nicht fehlen. Dazu gab es eine Auswahl an Aufstrichen. Seit meinem Gentbesuch bin ich nun Fan von Spekulatiuscreme, das Zeug ist fast besser als Erdnussbutter! Auf Wunsch wurde auch Omelett serviert und es gab zusätzlich warmen Apfelkuchen und Joghurt mit Früchten. Kugelrund und glücklich ging es danach noch einmal mit dem Auto in die Stadt, es mussten noch ein paar Souvenirs besorgt werden!

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    Als mögliche Frühstückslocation für den Vortag stand Julies’s House in der engeren Auswahl. Dort hätte man ein sehr süßes Frühstück zu sich nehmen können. Auf dem Weg zur Burgbesichtigung entdeckten wir den Laden dann zufällig und mussten natürlich einmal hineinschauen. Heraus sind wir mit zwei Cupcakes gekommen. Für meinen Geschmack hätten sie ruhig ein wenig mehr Frosting haben und weniger süß sein können. 

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    Auf Nachfrage in der Villa Emma, wo es denn die besten Waffeln der Stadt gibt, wurde uns das MAX ans Herz gelegt. Die Räumlichkeiten der Brasserie waren schön anzusehen und die Waffel war so luftig leicht und knusprig, es war ein Erlebnis! Im Vergleich dazu sind die Waffeln aus Lüttich mehr als massiv im Biss. Das Besondere am MAX ist, dass die Waffeleisen schon über 120 Jahre alt sind und das die Vorfahren des Lokalbesitzers diese Waffeln erfunden haben. Von unserem Sitzplatz aus konnten wir diese Erbstücke auch erspähen. Nicht nur die Waffel war lecker, die Pfannkuchen waren es auch!

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    Wäre der Stau nicht gewesen, hätten wir im Rosario gefrühstückt. Dort stehen nämlich auch herzhafte Speisen auf der Karte, so wie das Sandwich mit Salami und Rucola. Auch am Rosario sind wir zufällig vorbeigekommen und konnten es uns nicht nehmen lassen, auch dort einmal hinein zu schauen. Die Getränkekarte ist ansprechend, beim nächsten Gentbesuch wird die Latte Oreo probiert!

    Waffeln gibt es natürlich nicht nur im MAX, sondern eigentlich an jeder Ecke. Die Variante mit Erdbeeren wurde am Wasser genossen. Zusammen mit der Sonne im Gesicht, schmeckte auch diese vorzüglich. Ein Besuch in Belgien ohne Schokolade bzw. Pralinen zu naschen, ist kein richtiger Besuch. Bei der großen Anzahl an Chocolatiers in der Stadt fiel die Entscheidung nicht gerade einfach. Auf gut Glück haben wir uns für Van Hoorebeke entschieden und wurden nicht enttäuscht. Belgien ist bekanntlich auch für seine Fritten berühmt. Für diesen Snack bekamen wir keine Empfehlung, es soll überall gut schmecken. Hier hatten wir bei zwei Versuchen nicht wirklich Glück, die Pommes schmeckten beide Male eher durchschnittlich, da habe ich in Deutschland schon leckere gegessen. By the way ist die American meine Lieblingssoße! Die kannte ich schon aus meinen Aachenzeiten, wer es etwas schärfer mag, dann go for it!

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    Die Preise für Essen in Gent sind im Vergleich zu hiesigen Verhältnissen schon sehr hoch. Besonders an den Lunch-Angeboten wurde das deutlich. Der gute Mittagstisch kostet bei uns meist um die 7-8 Euro oder weniger, je nachdem wo man gerade speist, dort gelten 19 Euro als tolles Angebot. Auf der Suche nach einem Dinner-Lokal schauten wir auf die Themenstadtkarte für Restaurants. Nebenfakt: Die Veggie-Szene in Gent ist übrigens besonders groß. Wir entschieden uns für das Mosquito Coast mit belgischer und internationaler Küche. Als wir gegen 18:00 Uhr ankamen, war bereits jeder Tisch reserviert und das bei sehr vielen vorhandenen Tischen und unter der Woche! Das kann ja nur ein gutes Zeichen sein. Wir wurden an einen Tisch platziert, wo wir 1,5 h bleiben konnten, das sollte für ein Abendessen ausreichen. Einen Drink kann man ja auch noch direkt an der Bar oder woanders zu sich nehmen.

    Der Grund für die Beliebtheit des Lokals entschloss sich uns recht schnell, beim Blick in die Speisekarte wurde alles klar. Die Hauptgerichte kosteten alle im Schnitt „nur“ 18 Euro, im Vergleich zu den Lunch-Angeboten, war dies also recht günstig. Die Karte des Mosquito Costs war in der Tat sehr international, belgisches wurde leider kaum angeboten. Ich entschied mich für Merguez mit Couscous und davor gab es noch einen Teller mit Frittiertes. Der hatte uns allerdings schon so satt gemacht, dass wir unsere Hauptspeise kaum noch anrührten. Die fast vollen Teller konnten wir uns aber einpacken lassen und so ging es erneut kugelrund zurück zur Villa Emma.

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    Als Mitbringsel kaufte ich zwei Tüten Cuberdons direkt von einem Stand in der Nähe der Großen Fleischerhalle. In den Souvenirläden wurden sie zwar auch angeboten, aber ich fand es so viel authentischer. Außerdem durfte ich die Ware vorher kosten. Waffeln, so fluffif-luftig, wie ich sie hier gegessen habe, lassen sich etwas schlecht mitnehmen und Pralinen gibt es auch in Deutschland. Cuberdons hingegen sollen typisch für Gent sein. Die lilafarbenen Kegel, die auch „Neuzeke“ (Näschen) genannt werden, sind außen hart und innen geleeartig. Geschmacklich würde ich sie als „interessant“ beschreiben, Himbeere kann man mit etwas Goodwill herausschmecken. Eine große Menge kann man von ihnen jedoch nicht verputzen. Aufgrund ihrer kurzen Haltbarkeit von sechs Wochen werden sie nicht exportiert. Neben Himbeere gibt es die Kegel auch in anderen Geschmacksrichtungen, die ich aber nicht durchprobiert habe. Meine Zähne haben es mir sicherlich gedankt!  

    Habt noch einen schönen Ostersonntag!

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    [Travel Diary] Sieben Wochen in der Republik China | Taiwan

    [Gastbeitrag]

    Hallo liebe Leser von Shelikes!

    Ich habe gerade sieben wundervolle Wochen auf der Insel Taiwan verbracht! Vorweg, Taiwan hat nichts mit Thailand zu tun und ist schlichtweg die Republik China – nicht zu verwechseln mit der Volksrepublik China 😉

    Ich habe dort ein sogenanntes Global Citizen Project von Aiesec gemacht. Für alle Studenten unter euch, die gerne für sechs bis acht Wochen als Volunteer raus in die weite Welt wollen, kann ich dies nur empfehlen! Aiesec ist nahezu weltweit vertreten und bei Interesse könnt ihr ja  einfach mal googlen. Mein Projekt war im Bereich „Education“. Ich habe für sechs Wochen an einer Junior-Highschool den Kindern Englisch Unterricht gegeben und ihnen dabei mehr über Deutschland und die deutsche Kultur erzählt. Hauptziel des Projekts war es im Grunde, die super schüchternen Kinder dazu zu bewegen, ihr Englisch auch mal anzuwenden und einfach zu sprechen.

    In meiner Freizeit und auch in der siebten, freien Woche blieb aber natürlich auch Zeit fürs Reisen und  Sightseeing! Zusammenfassend kann ich nur sagen, Taiwan sollte für jeden eine Reise wert sein, der gutes asiatisches Essen jeglicher Art liebt, gerne in den Bergen oder am Meer rumtigert und jeden, der die freundlichste Nation dieser Welt kennenlernen möchte!

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    Zur Übersicht meine Top ten facts und spots:

    1) Elephant Mountain ist ein Berg, der relativ nah beim Taipei 101 liegt. Man erreicht ihn wunderbar mit der MRT, steigt dann noch unendlich viele Treppen hoch und hat dann zur Belohnung die meiner Meinung nach schönsten Aussicht auf die Stadt! Vor allem den Sonnenuntergang sollte man mitnehmen. An Wochenendtagen mit schönem Wetter kann es aber auch mal sehr voll werden, daher würde ich jedem raten, es bei gutem Wetter unter der Woche zu versuchen, wenn möglich!

    2) Nightmarkets! Für alle Foodlover sind sie ein Paradies auf Erden. Man snackt sich von Stand zu Stand und erhält im Schnitt für umgerechnet 2-3€  alles mögliche. Von Fleisch- und Gemüsespießen, über Dumplings, Obst, Suppen und und und. Die verschiedenen Nachtmärkte haben meistens eine besondere Spezialität. Letztendlich fand ich sie aber im Schnitt schon ziemlich ähnlich! Bei allen fand man immer viel und die berühmten Stände hatten eh meistens zu lange Schlangen.

    3) Bleiben wir kurz beim Thema Essen. Ein absoluter must visit ist eines der Din Tai Fung Restaurants. Ausgezeichnet mit dem Michelinstern , ist die taiwanische Kette vor allem bekannt für die Dumplings. Auch hier würde ich empfehlen unter der Woche und eher vor dem frühen Abend zu gehen, da man sich sonst gerne mal 60 Minuten für einen Tisch anstellen muss… Wenn man nach Abwechslung sucht, findet man in Taiwan auch sehr viel authentische internationale Küche! Beim Thai schmeckt es 1a wie in Thailand und die Korean und Japanese BBQ sollte man sich auch nicht entgehen lassen.

    4) Ostküste: In meiner letzten Woche konnte ich noch eine längere Reise an die Ostküste Taiwans machen. Taiwan ist übrigens super klein (passt 10 mal in Deutschland rein), hat modernste Züge und auch etliche Inlandsflugverbindungen. Das heißt, wenn man mehr als Taipei sehen möchte, geht das gut! An der Ostküste lassen sich gut die Orte Yilan, Hualien und Taidong verbinden. Alle liegen genau zwischen den Bergen und dem Meer! In den Orten selbst, kommt man mit einem Scooter dann auch gut in die Berge und zu den Hotspots. Wir hatten einen Leihwagen, was genauso empfehlenswert war. In Yilan lohnt sich ein Besuch im Traditional Arts Museum für alle, die sich mehr für taiwanische Kultur und Kunsthandwerk interessieren. In Hualien gibt es den Taroko Nationalpark, der die bisschen antrengende Anfahrt aufjedenfall Wert ist.

    5) Japan! Unter japanischer Kolonialherrschaft wurde Taiwan viel entwickelt und auch heutzutage ist Taiwan noch sehr von der japanischen Kultur geprägt. Nahezu alle Taiwaner, die ich kennengelernt habe, lieben Japan und reisen auch sehr oft hin. Da dies recht günstig von Taiwan aus ist, ist es auch eine Überlegung wert, eine Taiwanreise mit Japan zu kombinieren!

    6) Kleiner Sidefact: Die Müllabfuhr spielt laute Melodien, damit die Läden und Haushalte von weitem wissen, wann sie ihren Müll rausbringen können. Mit laut, meine ich wirklich laut, und bisschen nervig dementsprechend auch 😀 Aber man gewöhnt sich an alles.

    7) Schreibwarengeschäfte. Für alle Fans von schönen Stiften, süßen Notizbüchern, fancy Linealen und Co, lohnt sich definitiv ein Besuch in eins der vielen Schreibwarengeschäfte. Taiwaner lieben sie, ob jung oder alt!

    8) Reisezeit. Ich war nun also von September bis Mitte Oktober  in Taipei, was insofern hervorragend war, da das Wetter noch gut war (Im Schnitt 26 Grad, manchmal Regen) und ich das Moonfestival und den Nationalfeiertag miterleben konnte. Am Moonfestival grillen die Taiwaner in großer Runde mit ihrer Nachbarschaft, essen Pomelo und genießen den Anblick des Mondes. Im Winter ist Taiwan dann leider auch kalt und regnerisch.

    9) Taiwans Süden soll laut den meisten Leuten, die ich kennenglernt habe, die schönste Ecke sein! Das Essen ist dort nochmal vielfältiger, günstiger und auch die Natur soll da noch einmal besonders schön sein. Da es zu meiner Zeit gerade Dengue Fälle dort gab, habe ich mir Tainan, Kaoshiung und den restlichen Süden aber für die nächste Reise aufgehoben

    10) Beauty und Wellness. Wenn taiwanische Frauen etwas lieben, dann sind es ihre zahlreichen Haarsalons und Nagelstudios. Dies ist für sie pure Entspannung und dafür nimmt man sich auch gerne mal einen Tag im Office frei! Einen Haarschnitt erhält man hier im Schnitt schon ab 10€. Im Gegensatz zum deutschen 10€ Friseur erhielt ich aber inklusive eine kleine Nackenmassage, eine ausgiebigee Kopfmassage beim Haarewaschen und das Föhnen und Styling auch. Das ist hier auch so üblich! Eine andere Form der Entspannung, bieten auch die berühmten Hotsprings in Taiwan! Dies ist vor allem in der kühleren Jahreszeit ein Should go!

     

     

     
     
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    [Travel Diary] Wat Muang in Ang Thong | Thailand

     
     
    *Auf-die-eigene-Schulter-klopf*, ich habe es tatsächlich geschafft noch vor dem neuen Jahr ein paar weitere Bilder aus Thailand zu bearbeiten und hochzuladen. Die Zeit rennt aber auch wieder so ungemein.
    Heute reise ich mit euch nach Ang Thong, nicht in den rühmten Marine Park, sondern zum Wat Muang (Wat = Tempel). Direkt ein kleiner Tipp zu Beginn, falls ihr den Tempel ebenfalls besichtigen möchtet, sucht euch am besten einen Wochentag aus, dann ist es nicht so überfüllt und ihr habt die Anlage fast für euch allein.
    Die große goldene Buddha Figur ist schon von Weitem sichtbar. Einen Größenvergleich habt ihr auf dem ersten Foto. Berührt man die Fingerspitzen der rechten Hand, soll dies Glück bringen. Damit jeder Besucher (auch die etwas kleineren Thais) herankommt, wurde eine kleine Bühne unter der Hand platziert, nett oder? Ich hätte es mit meinen 173 cm auch ohne Steighilfe geschafft, vielleicht bringt das ja doppelt Glück?

     

     

     
     
    In der dazugehörigen Tempelanlage sind verschiedene Szenerien aus Buddhas Leben dargestellt, die ziemlich bunt und farbenfroh sind (siehe Foto mit dem Elefant). Was ich besonders toll fand, waren die Glocken, die mit einem Holzstab geschlagen werden durften. Im dazugehörigen Teich nebenan kann man Fische mit altem Toastbrot füttern. Die Fische waren teilweise richtig riesig, ungefähr so groß wie Zweijährige!!
     
     

     

    Zu jeder Anlage gehört auch ein Tempelgebäude. Der Tempel von Wat Muang ist von außen weiß gehalten, was in Thailand nicht so ungewöhnlich ist. Betritt man hingegen den Innenraum, funkelt und glitzert einen alles an. Der Raum ist reichlich ausgeschmückt, man kann sogar eine echte Mumie bewundern. Man kann sich kaum entscheiden, wo man zuerst hinschauen soll.

     

     

     

    Der Ausflug zum Wat Muang hat sich definitiv gelohnt und ist absolut empfehlenswert. Wer etwas mehr Zeit in Thailand verbringt, sollte Wat Muang ruhig einen Besuchen abstatten. Da wir mit der Familie unterwegs waren, kann ich leider nichts über die Anreise ohne Privat-PKW schreiben. Ang Thong liegt aber nicht weit von Bangkok entfernt und sollte mit Minivans / Tourbussen gut zu erreichen sein.
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    [Travel Diary] Ein Blick vom höchsten Gebäude Thailands – dem Baiyoke Tower 2

    Wenn es um Sightseeing in Thailand geht, stehen sicherlich diverse Tempel ganz oben auf der Liste. Einige Tempelanlagen habe ich bereits bei Instagram hochgeladen, die Berichte dazu folgen später. Heute soll es zunächst auf das (noch) höchste Gebäude Thailands gehen, dem Baiyoke Tower 2.
     

    Im Thailändischen heißt der 328 m hohe Turm „Jade-Blatt Gebäude 2“, hübsch oder? Baiyoke 1 befindet sich übrigens in unmittelbarer Nähe. In beiden Gebäuden sind Hotels untergebracht. Der Eintritt zum Dach des Towers beträgt 300 Baht, für 50 Baht mehr kann man sich auch noch an einem Früchte-Buffet bedienen. Dieses Angebot habe ich aber nicht wahrgenommen. 

    Der Turm von unten und als Modell.
    Der bunte Turm vorne ist das Baiyoke 1, rechts sind viele bunte Taxen.
    Um auf die 84. und höchste Etage zu gelangen, muss man ein paar Mal mit dem Fahrstuhl umsteigen. Die Fahrstühle waren allesamt sehr schnell unterwegs, doch war die Geschwindigkeit keineswegs unangenehm. Ganz oben auf dem Dach angekommen, hatte man dann einen 360° Blick über die Hauptstadt des Landes. Leider war es an dem Tag etwas bewölkt, doch die Aussicht war trotzdem grandios gewesen.
    In der 77. Etage hält der Tower für seine Besucher auch einige lustige Photospots bereit. So kann man sich in einem echten Tuktuk fotografieren lassen oder sich auf eine Fahrradrikscha schwingen. Zu späterer Stunde eröffnet auch die Skybar.
     
    Die bekannte Skybar aus dem Film Hangover 2 befindet sich in der goldenen Mitte.
     

     

     
    Fazit
    Einen Besuch des Towers empfehle ich definitiv! Dort oben, über den Dächern Bangkoks, ist die Luft nicht nur besser, sondern man kann dem auch Trubel und dem Treiben der Stadt für einige Augenblicke entkommen. 
     
    Baiyoke Tower 2
    222/186 Rachapraop RD
    Bangkok 10400
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