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Schmalzkuchen wie vom Weihnachtsmarkt

Auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt habe ich vergebens nach Schmalzgebäck oder Schmalzkuchen gesucht. In Halle an der Saale kennt man sie unter dem Namen “Kräppelchen”, anderer Orts werden sie Mutzen, Mutzenmandeln oder Feierschpootz’n (Feuerspatzen) genannt. Sicherlich gibt es noch unzählige andere Namen dafür. In Halle und Hamburg werden sie nicht nur zur Adventszeit angeboten, man findet sie eigentlich auf allen Volksfesten.

Für den Appetit auf Schmalzgebäck wäre eine Fahrt gen Norden oder Osten nun etwas umständlich gewesen. Also blieb nur Selbermachen übrig. Das Rezept und die Zubereitung sind an sich auch recht simpel, nur Speisen in der Wohnung frittieren ist eventuell nicht jedermanns Sache. Entweder man besitzt einen super guten Abzug in seiner Küche oder geht mit seiner Mini-Friteuse, wie in meinem Fall, nach draußen auf den Balkon. Ich verwende übrigens dieses Modell von Clatronic* und bin super zufrieden. Die Fritteuse hat eine gute Größe für einen kleinen Haushalt und vor allem kann ich damit draußen arbeiten, da ich leider keinen Abzug habe. Auch der mitgelieferte Fondueeinsatz ist zu gebrauchen, dann aber mit offenen Fenstern in der Wohnung! ;D

Orientiert habe ich mich an DIESEM Rezept. Vorsichtshalber habe ich alle Zutaten halbiert und bekam trotzdem noch eine ganze Menge an Gebäck heraus. Der Appetit auf die kleinen Teilchen wurde mehr als genügend gestillt. Am besten ladet ihr einige Leute zum Mitessen ein oder wärmt die restlichen Küchlein kurz in der Mikrowelle auf (dann werden sie wieder weich). Frisch zubereitet schmecken sie aber am aller besten!

Schmalzgebäck | Schmalzkuchen

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 15 g frische Hefe
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 50 g Zucker
  • 50 g Schweineschmalz
  • 1 Ei (M)
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Pck. Finesse Zitrone
  • Öl zum Frittieren (Raps / Sonnenblume)
  • Puderzucker

Zubereitung

  • Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen. Hefe hinein bröckeln, ein wenig Milch und Zucker dazugeben und verrühren. Zugedeckt ca. 20 Min. an einem warmen Ort gehen lassen. 
  • Restlichen Zucker, Schmalz, Salz, Ei und die Finesse Zitrone hinzufügen. Restliche Milch nur nach Bedarf portionsweise zugeben, damit der Teig nicht zu klebrig wird. Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt nochmals 10 Min. gehen lassen.
  • Den Teig ausrollen und in Streifen schneiden. Streifen mit etwas Abstand auf ein Brett legen und zugedeckt weitere 20 Min. gehen lassen.
  • Die Streifen in 1-2 cm lange Stücke schneiden.
  • Das Öl auf 160 °C erhitzen und die Teigstücke vorsichtig einlegen. Hellbraun schwimmend ausbacken, danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Anmerkungen

Während des Frittierens habe ich die Stücke immer in Bewegung gehalten, damit die Teilchen gleichmäßig bräunen, ansonsten lassen sie sich schwer um drehen, falls eine Seite zuerst länger unter liegt. 

*Werbung, unbeauftragt / selbstgekauft

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6 Kommentare

  1. Die erinnern mich immer so an meine Kindheit! Meine Oma hat die nämlich immer selbst gemacht! Ich hab die ansonsten noch nie irgendwo gekauft. Dieses Jahr aber zum ersten Mal am Fürther Weihnachtsmarkt und das war eine richtige Enttäuschung. Die waren einfach nicht so, wie ich sie in Erinnerung hatte.

  2. Ich habe heute das Rezept nachgemacht und ich muss ehrlich sagen, dass die überhaupt nicht schmecken und total trocken sind. Dieses Rezept wird nicht nochmal genutzt

    1. Hallo Chiara,
      vielen Dank für dein Feedback. Schade, dass sie dir nicht geschmeckt haben. Durch das Schmalz im Teig sollten sie eigentlich nicht trocken werden. Wurden sie eventuell zu lange gebacken oder zu kalt verspeist? Wenn sie zu kalt geworden sind, schmecken sie ganz furchtbar.

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